Investition: Salzbachtalbrücke — Neubau einer Querung im Zuge der A66
Leistungsumfang: Werkstattplanung der Stahlkonstruktion eines Teilbauwerks einschließlich Vormontageplanung
Standort: Wiesbaden / Deutschland
Zeitraum: 2022 – 2025
Die Salzbachtalbrücke führt die A66 in Wiesbaden. Das Vorgängerbauwerk von 1963 — zwei parallele, 304 m lange Spannbetonbrücken mit 14,25 m Breite und 3,5 m Konstruktionshöhe auf Flachgründung — wurde nach plötzlichen Setzungen eines Pfeilers für den Verkehr gesperrt und im November 2021 abgebrochen. Der Neubau besteht aus zwei Teilbauwerken von 314 m und 324 m Länge mit einer Gesamtbreite von 36 m, vorbereitet für einen späteren sechsstreifigen Ausbau.
Der Neubau ist ein Verbundbauwerk: ein einzelliger Stahlkasten im Verbund mit einer Stahlbetonfahrbahnplatte, als Vierfeldträger mit Spannweiten von 70–85 m, gegründet auf Großbohrpfählen mit 1,5 m Durchmesser und Tiefen von 34 bis 46,5 m, womit unmittelbar auf die Ursache der Sperrung des Altbauwerks reagiert wird.
Wir haben die Werkstattplanung eines der beiden Teilbauwerke einschließlich der Vormontageplanung erstellt. Die Bauwerke wurden im Taktschiebeverfahren über das Tal vorgeschoben; die Vormontageplanung legte fest, wie die einzelnen Schubtakte des Stahlkastens aus Blechen und Bauteilen entstehen, an welchen Stößen und mit welcher geometrischen Genauigkeit — davon hing der Verlauf des Verschubs ab.
Der Verschub erfolgte in Takten von rund 50 m mit Hydraulikpressen und Stahlseilen. Im letzten Takt der Nordbrücke wurde ein Stahlhohlkasten mit rund 3.500 Tonnen Gewicht 70 m in seine Endlage auf den Lagern verschoben. Die Südbrücke wurde im Dezember 2023 für den Verkehr freigegeben, die Nordbrücke 2025.