Investition: Rader Hochbrücke — Neubau einer Querung im Zuge der A7
Leistungsumfang: Werkstattplanung der Stahlkonstruktion sowie Vormontageplanung
Standort: Rendsburg / Deutschland
Zeitraum: 2023 – laufend
Die Rader Hochbrücke führt die A7 über den Nord-Ostsee-Kanal. Der Neubau, der das 1.497,5 m lange Bauwerk von 1972 ersetzt, besteht aus zwei unabhängigen Bauwerken von je 1.500 m Länge mit 16 Feldern und Spannweiten von 64 bis 224 m, rund 50 m über Gelände und mit 42 m Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt. Das Bauwerk ist ein Verbundbauwerk, bei dem stählerne Kastenquerschnitte mit einer Stahlbetonfahrbahnplatte zusammenwirken. Entlang des Bauwerks sind 6,9 km Lärm- und Windschutzwände vorgesehen; der gesamte Bauabschnitt umfasst rund 5,3 km. Das östliche Teilbauwerk soll 2026 fertiggestellt werden, das westliche 2031.
Wir haben die Werkstattplanung von rund 8.000 Tonnen Stahlkonstruktion sowie die Vormontageplanung erstellt. Das Bauwerk wird nicht in seiner Endlage montiert: Auf dem Vormontageplatz neben der Baustelle werden die Bauteile zu geschlossenen Kastenquerschnitten zusammengefügt, verschweißt und korrosionsgeschützt; die fertigen Takte werden anschließend im Taktschiebeverfahren von beiden Widerlagern aus über die Pfeiler vorgeschoben. Die Vormontageplanung legt Zusammenbaufolge, Lage der Stöße und geometrische Genauigkeit der Segmente fest und bestimmt damit die Durchführbarkeit des Verschubs.
Das Feld über dem Kanal erforderte eine andere Lösung. Das 118 m lange Mittelstück mit rund 1.250 Tonnen Gewicht konnte weder eingeschoben noch mit Kran versetzt werden. Es wurde auf einem Ponton angeliefert und mit Litzenhebern zwischen den Kanalpfeilern eingehoben, mit Gegengewichtssegmenten auf beiden Seiten.
Die Arbeiten erfolgen bei aufrechterhaltenem Verkehr auf der A7 und ununterbrochener Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal, was die Bauabschnittsbildung bestimmt.
Neues und altes Bauwerk nebeneinander
Blick von unten: die neue Konstruktion mit ausgeklappten Querträgerkonsolen steht neben der alten Brücke, die weiterhin unter Verkehr bleibt.
Das neue Teilbauwerk entsteht unmittelbar neben der unter Verkehr stehenden A7 — der rote Trägerzug mit den blauen Querträgerkonsolen wird unter Einsatz eines Vorbauschnabels eingeschoben.