Investition: Erweiterung des Werks Mercedes Jawor VAN.EA
Leistungsumfang: Vorentwurf, Genehmigungsplanung und Ausschreibungsplanung; für ausgewählte Gebäude zusätzlich Ausführungs- und Werkstattplanung der Stahlkonstruktion
Standort: Jawor / Polen
Zeitraum: 2023 – laufend
Das seit 2019 in Betrieb befindliche Mercedes-Werk in Jawor fertigt Verbrennungsmotoren und Batteriesysteme. Die erste Ausbaustufe umfasste eine Produktionshalle mit Bürogebäude von zusammen 98.200 m² Nutzfläche, errichtet 2018–2019. Die laufende Erweiterung passt das Werk an die Produktion von Transportern der neuen Generation auf der VAN.EA-Plattform an.
Wir waren an der Errichtung des Werks als Tragwerksplaner Stahlbau beteiligt und sind auch bei seiner Erweiterung präsent, an der wir auf Einladung des Projektsteuerers mitwirken.
Insgesamt haben wir 15.000 Tonnen Stahlkonstruktion geplant, davon 9.000 Tonnen zusätzlich in Ausführungs- und Werkstattplanung.
Der Umfang umfasst die tragenden Stahlkonstruktionen der Hallen und Technikgebäude, Dachkonstruktionen, Unterkonstruktionen für die technische Gebäudeausrüstung sowie Auflagerkonstruktionen für die Prozessanlagen. Die Hauptbauwerke der Erweiterung sind Karosseriebau und Lackiererei. Der Baubeginn erfolgte im Dezember 2024. Das erste Konstruktionselement des neuen Werks, für die Lackiererei, wurde Mitte 2025 aufgestellt; der Rohbau mit montierten Dachbindern war am 5. November 2025 fertiggestellt, elf Monate nach Baubeginn. Auf den Hallendächern ist eine Photovoltaikanlage mit mehr als 20.000 Modulen vorgesehen.
Ingenieurtechnisch besonders interessant ist die Förderbrücke zwischen dem bestehenden Werk und den neuen Gebäuden: Sie bildet die verfahrenstechnische Verbindung beider Investitionsphasen und führt das bestehende Werk und den Neubau zu einem durchgehenden Prozessablauf zusammen.
Montage unter Winterbedingungen
Wintermontage im engen Korridor zwischen den Hallen, im Hintergrund das parallel errichtete Tragwerk der neuen Halle.
Gesamter Verlauf über die Hallendächer
Eine mehrere hundert Meter lange Fachwerkkonstruktion aus Modulen verläuft über die Hallendächer und liegt auf Stahlstützen auf.
Feldschluss über der Dockzone
Das aufgelagerte Feld schließt den Zug der Technikbrücke über der Logistik-Dockzone, ohne den Transportbetrieb unter dem Bauwerk zu unterbrechen.